NMMA

Netzwerk Manuelle Medizin Austria

Geschichte der Manuellen Medizin

Die manuelle Medizin war bereits uralter Bestandteil der Naturmedizin vieler Völker. Überlieferte Berichte reichen bis in das 3. Jahrtausend vor Christus nach Mesopotamien zurück, manipulative Wirbelsäulenbehandlungen wurden auch auf dem indischen Kontinent und im Griechenland der Antike durchgeführt. Hippokrates beschreibt im 5. Jahrhundert vor Christus die Rolle der Wirbelsäule: „… Die Wirbelsäule trägt Ursache und Wirkung in Eins.“

Galen war im 2. Jahrhundert nach Christus eine „Störung der Harmonie zwischen den Wirbeln“ bekannt.

Aus mittelalterlicher Zeit sind Aufzeichnungen von Avicenna und Hildegard von Bingen erhalten.

Gegen Ende des dunklen Mittelalters verlor sich die Kenntnis der manuellen Behandlung in der ärztlichen Ausbildung. Laienbehandler pflegten die Technik des „Einrenkens“, zum Beispiel die „Boandlsetzer“, Tiroler Schafhirten, die ähnliche Techniken an lahmenden Tieren anwendeten. 

In die Schulmedizin fand die manuelle Behandlung von Störungen erst wieder aus dem Nordamerika des 19. Jahrhunderts Einzug, wo von Schülern des Arztes Atkinson die osteopathische und die chiropraktische Schule begründet wurden.

Heute werden die Kenntnisse der manuellen Medizin von diversen nationalen Fachgesellschaften gelehrt.

In Österreich sind dies die ÖAMM, Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Manuelle Medizin, mit Sitz in Graz und die ÖGMM, Österreichische Ärztegesellschaft für Manuelle Medizin, in Wien. Beide Gesellschaften bieten die mit dem Diplom der österreichischen Ärztekammer zertifizierte Ausbildung an.